Fakt ist ...

Die Erschließung der Fläche des Werner Feldes als Gewerbe- und Siedlungsgebiet



Planungen zur Änderung der Landesentwicklungsplanung durch die schwarz-gelbe Langesregierung NRW
Flächenverbrauch fördern statt bremsen!

Ungemach droht dem WernerFeld und anderen Freiflächen u.a. durch Pläne der schwarz-gelben Landesregierung NRW, Änderungen in der Landesentwicklungsplanung umzusetzen, die den Freiflächenverbrauch fördern statt bremsen sollen.
Ein sehr deutliches Zeichen hierfür ist die ersatzlose Streichung des Grundatzes der flächensparenden Siedlungsentwicklung, nach dem bis zum Jahr 2020 der tägliche Flächenverbrauch auf 5 ha (= ca. 5 Fußballfelder) und langfristig auf Null reduziert werden sollte (siehe [22], Ziel 6.1-2, Seite 10)).

Die Arbeitskarte Regionalplan

Mitte November 2017 veröffentlichte der Regionalverband Ruhr (RVR) seinen Entwurf für den zukünftigen Regionalen Flächennutzungsplan (RFNP), der in der Presse verheißungsvoll angekündigt wurde.

Sieht man sich den Entwurf [21] jedoch einmal genauer an, so findet man im Raum Bochum zahlreiche Flächen - darunter auch das Werner Feld, die für die Bebauung durch Gewerbe- oder Wohngebiete verplant sind.

Was passiert jetzt?

Der RVR hat für den RFNP Planungshoheit und kann daher Flächen, die nach seinen Maßstäben für Gewerbe, Indusrie oder Siedlungsbereiche geeignet sind benennen.

Für die endgültige Ausweisung von Flächen ist für 2018 ein formelles Abstimmungsvergahren zwischen dem RVR und den Kommunen, als der Stadt Bochum, vorgesehen.

Das heißt für uns und die Bürger, die das WernerFeld erhalten möchten, dass wir unseren Protest für die Stadt Bochum und für den RVR deutlich wahrnehmbar zeigen.

Was hatte die Stadt Bochum ursprünglich geplant?

Die Verwaltung der Stadt Bochum hatte 2016 einen Pool von Flächen für die Auswahl möglicher Gewerbe- und Wohngebiete aufgestellt (weitere Infos hier ...). Das Werner Feld und der Güterbahnhof Langendreer waren von Anfang an Bestandteil dieses Pools.

Anders als beim Güterbahnhof wurden mit der Beschlussvorlage der Verwaltung vom 13.10.2016 [5] die Flächen des Werner Feldes zunächst nicht als Bereich für gewerbliche- und industrielle Nutzung (GIB) und allgemeine Siedlungsbereiche (ASB) in den Regionalplan Ruhr aufgenommen. In der Beschlussvorlage [5, Seite 5 ganz unten] werden beide Flächen (GIB 4-5 und ASB 4-3) als Sonderfall gesehen, da für die Erschließung die Nord Variante (Umgehung Somborn) erforderlich ist. Erst wenn hier Klarheit besteht, können die beiden Flächen in den Regionalplan Ruhr aufgenommen werden. Diese Bewertung fällt anders aus, als im Falle des Güterbahnhofs, für den ja auch noch keine ausreichende Verkehrserschließung besteht.