Antwort des Regionalverband Ruhr auf unseren offenen Brief

Gegenüberstellung des Regionalen Flächennutzungsplan mit der Beschlussfassung für den Regionalplan Ruhr (Stand 04/2018)

Mitglieder der Bürgerinitiative WernerFeld waren am 02.06.2018 auf einer Schulung zur Beschlussfassung für den Regionalplan Ruhr.

Hier die wichtigsten Informationen:

(Den ausgearbeiteten Vergleich erhalten Sie hier als Download; er erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird ggf. zu einem späteren Zeitpunkt aktualisiert.)


 

 


Das WernerFeld vom RVR als Allgemeiner Siedlungsbereich verplant!

In der Arbeitskarte zum Regionalplan Ruhr vom November 2017 war das heutige Landschaftsschutz-gebiet WernerFeld vom Regionalverband Ruhr (RVR) noch als Bereich für Gewerbe und Industrie (GIB) eingezeichnet. In der sogenannten Entwurfsfassung zum Regionalplan Ruhr (Stand April 2018) wird das WernerFeld als Allgemeiner Siedlungsbereich (ASB) orange gekennzeichnet.

Allgemeine Siedlungsbereiche umfassen neben den Wohngebieten auch wohnverträgliches Gewerbe, öffentliche und private Dienstleistungen sowie siedlungszugehörige Grün-, Sport-, Freizeit- und Erholungsflächen. Wohnverträgliches Gewerbe ist beispielsweise „der Versorgung der Bewohner dienende Läden, Schank- und Speisewirtschaften, Beherbergungsgewerbe sowie nicht störende Handwerks- und sonstige Gewerbebetriebe“.

Auch eine Einschätzung der Umweltauswirkungen durch eine Bebauung des WernerFeldes wurde angefertigt. Zusammenfassend wird bei drei Kriterien (Wohnen, schutzwürdige Böden, klimatische und lufthygienische Ausgleichsräume) erhebliche Umweltauswirkungen gesehen, so dass die Um-weltauswirkungen schutzgutübergreifend als erheblich eingeschätzt werden.

Und jetzt?

Jetzt startet der Regionalverband Ruhr (RVR) ein sogenanntes förmliches Beteiligungsverfahren, in dessen Rahmen u.a. die interessierte Öffentlichkeit die Möglichkeit erhält, zu den Planungen Stellung zu nehmen und Anregungen und Bedenken zu äußern.

Auch der Rat der Stadt Bochum und die kommunalpolitischen Gremien werden in das förmliche Be-teiligungsverfahren eingebunden.

Dann entscheidet die sogenannte Verbandsversammlung des RVR über den Regionalplan Ruhr. Nach einer Rechtsprüfung durch die Landesregierung wird der dann verabschiedete Regionalplan Ruhr für die Kommunen ein verbindliches Planungsinstrument.

Sollte das WernerFeld nach diesem Prozedere immer noch als Allgemeine Siedlungsfläche im Regi-onalplan Ruhr eingezeichnet sein, liegt es bei der Stadt Bochum das WernerFeld als Bauland in den eigenen Flächennutzungsplan oder gar in einen Bebauungsplan aufzunehmen.

Die Bürgerinitiative WernerFeld wird

Sollte es nicht gelingen, die Aufnahme des WernerFeldes als Allgemeine Siedlungsfläche in den Re-gionalplan Ruhr abzuwehren, bleibt noch die Option zu verhindern, dass das WernerFeld von der Stadt Bochum tatsächlich irgendwann mal zur Bebauung im Flächennutzungsplan oder Bebauungsplan freigegeben wird.


Planungen rund um die Erschließung der Gewerbeflächen auf Opel I und II sowie auf dem Güterbahnhof Langendreer

Am 17.05.2018 TOP 5.6 in der Sitzung der Bezirksvertretung Ost!

Im Mai 2018 informierte die Verwaltung der Stadt Bochum im Ausschuss für Strukturentwicklung und in der Bezirksvertretung Bochum Ost mit der Vorlage Nr. 20181018 über den Sachstand zur Planung der Gewerbeerschließung Opel I und II sowie Güterbahnhof Langendreer. Gleich auf der ersten Seite der Vorlage Nr. 20181018 wird darauf hingewiesen, dass die B 235 bereits heute an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen würde. Aufgrund des miserablen Zustands der Fahrbahndecke im gesamten Verlauf zwischen dem Knotenpunkt Wallbaumweg und den Anschlussstellen an die A 40 bezweifeln wir nicht, dass das bzgl. der Lärmbelastung zutrifft. Dagegen sehen wir, die wir regelmäßige Verkehrsteilnehmer sind, keine grenzwertige Belastung in der Verkehrsmenge.

In der Mitteilung werden die Streckenführungen beschrieben, die zurzeit in den Gutachten genauer untersucht werden.

Im Rennen ist nach wie vor die von uns abgelehnte Variante Nord quer über das WernerFeld und die von uns konzipierten Streckenführungen WestLink I und II.

Auch werden zwei neue Varianten ins Spiel gebracht: Eine Variante Nordwest, für die keine Zerstörung von Freiflächen erforderlich wäre und eine Variante West, die eine kleine Freifläche zwischen der „Von Waldhausen Straße“ und der Straße „Auf dem Holln“ beeinträchtigen würde.

Das folgende Schaubild zweigt die insgesamt fünf Varianten in der Übersicht. Nun heißt es abzuwarten, welche Ergebnisse die für den Herbst 2018 erwarteten Gutachten liefern.



10.02.2018: Mahnwache am WernerFeld
Hände weg vom WernerFeld!

Anlässlich des aktuellen Entwurfs des Regionalplan Ruhr haben wir zur Teilnahme an einer Mahnwache am 10.02.2018 eingeladen!

Lesen Sie, was wir zu sagen hatten!


15.01.2018:
Der RVR antwortet auf unseren offenen Brief

Der RVR antwortet mit einem Schreiben auf unseren offenen Brief vom 06.01.2018.

In diesem Schreiben wird von Herrn Tönnes vom Regionalverband Ruhr beschrieben, dass ...